Elke Ferner - News details

22.01.2010

Zusatzbeiträge der Kassen – Rösler muss jetzt handeln


Zu den beantragten Zusatzbeiträgen von vier Krankenkassen erklärt die
stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Elke Ferner:

 

Bundesgesundheitsminister Rösler versucht, seine eigene Untätigkeit mit billigen und falschen Schuldzuweisungen an seine Vorgängerin Ulla Schmidt zu übertünchen.

Dass es bei den Zusatzbeiträgen keine paritätische Finanzierung und keinen Sozialausgleich gibt, haben nicht Ulla Schmidt und die SPD zu verantworten, sondern CDU und CSU.

 

Es waren Frau Merkel und die CDU/CSU-Fraktion, die eine paritätische Finanzierung
der Zusatzbeiträge und einen Sozialausgleich, so wie er auch von den Professoren Bert Rürup und Eckart Fiedler vorgeschlagen wurde, abgelehnt haben.

 

Dass eine Einkommensprüfung erst bei Zusatzbeiträgen über acht Euro erfolgt, wurde ebenfalls von CDU und CSU durchgesetzt. Bundesgesundheitsminister Rösler versucht nun, mit der irrwitzigen Behauptung, eine Kopfprämie mit Sozialausgleich sei gerechter als ein einkommensabhängiger Beitrag, die Menschen für dumm zu verkaufen. Viele Versicherte
müssten nach dem FDP-Modell mehr bezahlen und viele Versicherte wären auf Transferleistungen angewiesen, um ihre Krankenversicherung überhaupt bezahlen zu können.

Gleichzeitig werden Spitzenverdiener beim Krankenkassenbeitrag und bei den Steuern entlastet.
Solidarität und Gerechtigkeit à la FDP funktioniert nach dem Motto: "Die Kleinen zahlen mehr und die Großen zahlen weniger". Nicht umsonst haben FDP und CDU so viele Großspenden aus der Finanz- und Versicherungswirtschaft und der chemischen Industrie. Anstatt die Einnahmen und die Ausgaben zu stabilisieren, wird die Klientel der FDP entlastet.

 

Mit der vorgesehen früheren Wechselmöglichkeit von der gesetzlichen
zur privaten Krankenversicherung werden die Einnahmen der GKV geschwächt.

 

 

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