„Der Kohlebergbau war über zwei Jahrhunderte prägend für die industrielle Entwicklung des Saarlandes und sein wirtschaftliches Rückrat“, betonte Elke Ferner, Bundestagsabgeordnete und SPD-Kandidatin für den Wahlkreis Saarbrücken, nach einer Grubeneinfahrt mit ihrem „Jungen Team“ am Nordschacht des Bergwerks Saar.
Die industrielle Zukunft des Saarlandes werde in der Weiterentwicklung der Hochtechnologie liegen – auch der deutsche Steinkohlenbergbau setze längst weltweit führende Spitzentechnologie ein. „Die bis 2012 beschlossenen Bergwerksschließungen bedaure ich sehr“, erklärte Ferner weiter. „Das Ende des saarländischen Steinkohlebergbaus im Jahre 2012 wird dem Land eine große Kraftanstrengung abverlangen, denn damit einher geht ein direkter und indirekter Verlust von rund 10.000 Arbeitsplätzen und rund 100 Millionen Euro Auftragsvolumen pro Jahr im Saarland.“
„Ich habe mich darüber hinaus auch über den Stand der geplanten notwendigen Versetzungen von rund 1700 Beschäftigten, unter Umständen verbunden mit dem Umzug vieler Familien nach Nordrhein-Westfalen informiert. Auch wenn dies einen weiteren herben Verlust für unser Land bedeutet, so bin ich doch froh, dass die damit verbundenen personellen Maßnahmen mit viel Einfühlungsvermögen und nach sozialen Gesichtspunkten erfolgen“, sagte die Bundestagsabgeordnete.
„Insgesamt bedeutet dies nicht nur einen großen Arbeitsplatzverlust für das Saarland, sondern zugleich Know-how Abfluss, auch bei den Bergbauzulieferern unseres Landes. Bei der Diskussion um die Zukunftsperspektiven des Saarlandes muss deshalb auch über sozialverträgliche Alternativen am saarländischen Arbeitsmarkt für die betroffenen Menschen nachgedacht werden.“
Des Weiteren betonte Elke Ferner: „Die Einladung der RAG, mit meinem „Jungen Team“ im Bergwerk Saar einzufahren, habe ich sehr gerne angenommen. Wichtig war mir der Austausch mit Werksleitung und Betriebsrat, ich konnte mich aktuell über die Situation des Bergwerks und die der Belegschaft informieren und der jungen Generation einen Einblick in die Welt des modernen Steinkohlebergbaus gewähren.“