Elke Ferner, MdB freut sich Ihr „Patenkind“ Can Özdemir aus Völklingen wiederzutreffen. Das letzte Mal hat Sie ihn vor genau einem Jahr gesehen, als er mit dem Parlamentarischen Patenschaftprogramm in die USA geflogen ist. Can lebte in Rochester (nähe Ontario lake an der Grenze zu Kanada) bei einer Gastfamilie und besuchte die Highschool.
Nach einem Jahr hat er seiner „Patin“ viel zu berichten. Am meisten beindruckte ihn die große Gastfreundlichkeit der Amerikanerinnen und Amerikaner. Die Menschen sind sehr zuvorkommend und höflich, noch mehr als im Saarland,“ so Can.
Was Can den Start in sein Austauschjahr sehr erleichert hat, war das Leben in der Higschool. „Dort habe ich vor allem durch die vielen sportlichen Angebote sehr schnell Kontakte knüpfen können und wurde in das amerikanische Leben integriert. Freunde finden war so von Anfang an ganz einfach,“ so Can.
Natürlich hat er Land und Leute auch bei zahlreichen „Trips“ näher kennengelernt. Auf dem Programm standen: Boston, New York City, Florida, Chicago, Washington D.C., die Niagarafälle und ein Ausflug über die kanadische Grenze nach Toronto.
Besonders gut gefallen hat mir Chicago. Die Architektur aus den unterschiedlichen Zeitepochen sowie die Balance zwischen Beton und Grünflächen hat mich fasziniert. Auch kulturell hat Chicago einiges zu bieten. Die Stadt hat einfach einen unbeschreiblichen Flair,“ schwärmt Can.
Alles in allem war es ein unvergessliches Jahr in dem ich sehr viele Eindrücke sammeln konnte und ich bin sehr froh, dass ich die Chance hatte,“ bedankt sich Can bei seiner Patin.
Ermöglicht wurde dieser Aufenthalt durch das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) zwischen dem Deutschen Bundestag und dem Amerikanischen Kongreß. Im Rahmen dieses Programms übernimmt ein/e Bundestagsabgeordnete/r für eine/n Schüler/in oder für junge Berufstätige die Patenschaft.
Deutsche Schüler/innen leben in den USA in Gastfamilien und besuchen für die Dauer eines Schuljahres eine amerikanische High School. Für junge Berufstätige sieht das Programm den Unterricht an einem Community College oder einer vergleichbaren Bildungsstätte und ein Praktikum in einem amerikanischen Betrieb vor. Die Teilnehmer können auch selbst Praktikantenplätze in den USA vorschlagen. Die Kosten werden mit Ausnahme des Taschengeldes vom Deutschen Bundestag getragen.
Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler mit erstem Wohnsitz in Deutschland, die bis zur Ausreise (31.07.2011) mindestens 15 und höchstens 17 Jahre alt sind. Junge Berufstätige müssen bis zur Ausreise die Berufsausbildung abgeschlossen haben und müssen zu diesem Zeitpunkt mindestens 16, höchstens 24 Jahre alt sein.
Bewerbungsschluss ist der 03. September 2010.