Elke Ferner - News details

08.06.2010

Elke Ferner kritisiert Sparpaket der Bundesregierung als unsoziale Klientelpolitik


Anlässlich der Vorstellung des Sparpaketes der schwarz-gelben Bundesregierung am Montag in Berlin gab die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende und Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Elke Ferner der Saarlandwelle folgendes Interview:

 

SR3-Interview mit Elke Ferner zum Sparpaket - Zu hören mit dem RealPlayer.

 

In ihrer Funktion als Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) erklärte Elke Ferner zudem:

Schröder und von der Leyen lassen Frauen im Regen stehen

 

Das schwarz-gelbe Sparpaket macht eines deutlich: Die mühsam aufrecht erhaltene Fassade von Modernität in der Gleichstellung- und Familienpolitik bei Frau Schröder und Frau von der Leyen fällt in sich zusammen.

 

Das von der SPD in der großen Koalition durchgesetzte Elterngeld war bisher ein Erfolgsmodell. Nun steht zu befürchten, dass dieses Modell klamm heimlich abgewickelt wird.

 

Die Kürzungen beim Elterngeld sind an Ungerechtigkeit nicht zu überbieten! Einerseits wird ausgerechnet bei den SGBII-Empfängerinnen gekürzt, die es ohnehin schon am schwersten haben, während Nichterwerbstätige Partnerinnen von Spitzenverdienern das Mindestelterngeld von 300 € auch in Zukunft weiter erhalten sollen. Selbst Frauen, die bis zur Geburt ihres Kindes erwerbstätig waren und wegen der Weigerung der schwarz-gelben Koalition, einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen, aufstockende Leistungen nach dem SGB II erhalten haben oder gerade so eben für sich selbst ohne SGB II-Leistungen über die Runden kamen, werden von den Sparbeschlüssen besonders hart getroffen.

 

Andererseits wird der Bezug von Elterngeld für Väter durch die Kürzung der Lohnersatzleistung unattraktiver. Da das Einkommen von Männern in der Regel immer noch höher ist als das der Frauen, werden weniger Väter das Elterngeld in Anspruch nehmen und auch die Bezugsdauer der Väter wird sich verkürzen.

 

Damit werden sowohl tradierte Rollenmuster als auch Benachteiligungen von Frauen am Arbeitsmarkt zementiert.

 

 

 

 

 

Von: EF/JL

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