23-Prozent Lohn-Lücke für Frauen endlich schließen!
Bei der heutigen Aktion zum "Equal Pay Day" am Brandenburger Tor machte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier,die ASF-Bundesvorsitzende Elke Ferner, MdB, zusammen mit vielen SPD-Bundestagsabgeordneten und ASF-Frauen dafür stark, dass Frauen den gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit erhalten.
Sie alle beteiligten sich am gemeinsamen Protest eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses gegen Lohnungleichheit und Diskriminierung im Arbeitsleben.
Alle Fotos der öffentlichen Aktion gibt es hier als FLICKR-Web-Album & Diashow!
Der Aktionstag „Equal Pay Day“ markiert den Entgeltunterschied zwischen den Geschlechtern als Zeitraum. Dieses Jahr erreichen in Deutschland Frauen erst mit dem 26. März 2010 den durchschnittlichen Jahresbruttoverdienst des Jahres 2009 von Männern - für die gleiche Stundenzahl an geleisteter Arbeit.
Damit wird deutlich: Deutschland ist besonders rückständig. 4,39 Euro verdienen Frauen durchschnittlich weniger als Männer. Das sind 23 % weniger Lohn! In fast allen Ländern der Europäischen Union ist die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen deutlich kleiner.
Zusammen mit führenden Sozialdemokraten fordert Elke Ferner deshalb die Bundesregierung auf, endlich enschlossen und per Gesetz gegen diese Diskriminierung vorzugehen.
Es ist beschämend, dass Deutschland beim so genannten "Gender-Pay-Gap" in der EU nur noch von der Tschechischen Republik und Österreich überholt wird", bilanziert Elke Ferner die aktuellen Zahlen von Eurostat.
"Warme Worte haben wir Frauen genug gehört", kommentierte die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles zum Equal Pay Day die Situation. "Jetzt ist es Zeit zu Handeln!" Von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen erwartet sie einen rechtlich verbindlichen Diskriminierungscheck von Tarifverträgen. Nahles erinnerte daran, dass von der Leyens Amtsvorgänger Olaf Scholz bereits die Vorarbeiten dafür geleistet hat.
Dass freiwillige Vereinbarungen zu nichts geführt haben, unterstrich auch die stellv. SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig.
Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner, sprach sich zudem für ein Entgeltgleichheitsgesetz, für bessere Betreuungsangebote und flexible Arbeitszeit- und Ausbildungsmodelle aus.