Bei einem Stadtrundgang durch Burbach und Saarbrücken nutze der Minister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild über die Verwirklichung der Großprojekte "Stadtumbau West", "Soziale Stadt Burbach", sowie "Stadtmitte am Fluss" zu machen.
Tiefensee wurde vor Ort in Saarbrücken-Burbach von Elke Ferner und der Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, sowie der SPD-Fraktion im Bezirksrat West vor dem Stadteilbüro am Burbacher Markt in Empfang genommen. Anschließend ging es durch die Einkaufspassage zur Baustelle im ehemaligen Schlafhaus der Arbeiter der Burbacher Hütte. Hier erhielt der Bundesminister einen Einblick in das Projekt "Stadtumbau West", das eng mit dem Programm "Die soziale Stadt" verzahnt ist.
Elke Ferner erläuterte dem Bundesminister die Geschichte des Stadtteils, in dem sie selbst aufgewachsen und zur Schule gegangen ist. Tiefensee zeigte sich beeindruckt von der Veränderung des Stadtteils Burbach im Laufe der Jahre. "Anhand dieses Beispiels sieht man eindrucksvoll, dass die im Rahmen der Bund-Länder-Programme verausgabten Mittel in der Landeshauptstadt sinnvoll eingesetzt wurden.", so der Minister. Begeistert war Tiefensee insbesondere von der Neugestaltung des Burbacher Marktes, des Kreisverkehrs Burbacher Stern, den Eigeninitiativen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort, sowie von der gelungene Umstrukturierung des früheren Hüttengeländes zu den heutigen Saarterrassen.
Bei einem abschließenden Stadtspaziergang in Saarbrücken über die Wilhelm-Heinrich Brücke zur Schlossmauer informierten Elke Ferner und Charlotte Britz den Bundesminister Tiefensee über das Großprojekt "Stadtmitte am Fluss", das dieser als "gutes Projekt" bezeichnete. "Dieses Projekt ist so prioritär, dass wir als Bund dafür 64 Millionen Euro zugesagt haben." Die Summe hatte Bundesminister Tiefensee vor einigen Wochen mit Oberbürgermeisterin Britz und Elke Ferner bei einem Besuch in Berlin zugesagt. Der Minister betonte, dass es für die Mittel keinen Rechtsanspruch gebe, sie aber gleichwohl für das Projekt reserviert sind.
Gleichzeitig stellte Tiefensee weitere Gelder aus Städtebaufördermittel für die nächste Legislaturperiode in Aussicht. Er wolle mit einem neuen Programm modellhaft in einigen Städten in Deutschland zeigen, wie Bund, Länder und Kommunen Bausünden der 60er und 70er Jahre wieder reparieren können, um den Städten eine neue Entwicklungsperspektive zu geben.
Die Saarbrücker Bundestagsabgeordnete Elke Ferner zeigte sich über den Besuch des Ministers Tiefensee sehr zufrieden: "Ich bin froh, dass Wolfgang Tiefensee die Gelegenheit wahrgenommen hat, sich vor Ort von der Realisierung der Städtebauprojekte hier in Saarbrücken ein Bild zu machen. Ich bin sehr stolz auf die Leistung aller Beteiligten, die gezeigt haben, dass die Saarbrücker Projekte Modellcharakter haben und ein strahlendes Vorbild für andere Regionen sind. Ich würde mir wünschen, dass alle politischen Verantwortlichen in der Stadt, im Land und im Bund gemeinsam versuchen, noch bestehende Probleme zu lösen, anstatt mit blanker Polemik ein gutes Projekt, das die Landeshauptstadt und damit das Land weiter voranbringen, schlecht zu reden."