
Am 8. Februar 2001 hat der Bundestag die Neueinteilung der Wahlkreise beschlossen. Die Zahl der Bundestagswahlkreise sich mit der Wahl zum 15. Deutschen Bundestag bundesweit von 328 auf 299 verringert. Für das Saarland bedeutet dies eine Reduzierung von bisher 5 auf 4 Wahlkreise. Der neue Wahlkreis 296 umfasst jetzt folgende Städte und Gemeinden:
Insgesamt leben hier rund 218.000 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger. Im Wahlkreis bündeln sich die Probleme einer modernen Gesellschaft wie in einem Brennglas. Es gibt dörfliche und ländliche Strukturen. Die Menschen sind in diesem Ballungsraum aber auch zugleich typisch städtischen Problemlagen ausgesetzt: Zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und sozialen Problemen, sowie zur Schaffung und Sicherung einer modernen Infrastruktur braucht der Wahlkreis starke Partner. Eine Bundestagsabgeordnete kann hier einiges bewirken.
Bei der Bundestagswahl am 22. September 2002 wurde ich mit 51,8% der Erststimmen erstmals direkt für den Wahlkreis 296 (Saarbrücken) in den Bundestag gewählt. Auch alle anderen saarländischen Wahlkreise gingen an die Direktkandidaten der SPD Saar. Landesweit lag die SPD Saar mit 46 % der Zweitstimmen vor der CDU, die lediglich 35 % erreichte. Grüne und FDP erhielten 7,6 % bzw. 6,4 %.

Mein Name ist Nino Iobashvili. Ich komme aus Georgien. Dort habe ich Jura (Diplom) mit dem Schwerpunkt Völkerrecht studiert.
Im Rahmen des DAAD-OSI Stipendiums habe ich dann mein Masterstudium an der Universität Bremen abgeschlossen. Jetzt bin ich Stipendiatin des Internationalen Parlaments Stipendiums (IPS) und mache ein fünfmonatiges Praktikum beim Deutschen Bundestag im Büro von Frau Elke Ferner, MdB.
Neben vielen anderen Veranstaltungen und Reisen ist in meinem Programm auch eine Wahlkreis-Reise vorgesehen. Der Wahlkreis meiner Chefin befindet sich in Saarbrücken, in der Landeshauptstadt des Saarlandes, die ihrerseits die Partnerstadt von Tbilissi ist, was für mich natürlich besonders interessant war. Mein Aufenthalt in Saarbrücken dauerte 6 Tage - von 02.06.09 bis 08.06.09 - an.
Die nette und freundliche Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro von Elke Ferner hat mich den anderen Kollegen vorgestellt und mir meine Aufgaben erklärt, die größtenteils Recherche- und allgemeine Büroarbeiten beinhalteten. Aber meistens war ich unterwegs mit Frau Ferner, die sehr viele Termine hatte. Besonders jetzt, wegen des Wahlkampfs für Europa- und Kommunalwahlen am 7. Juni. Ich habe sie begleitet bzw. Fotos von ihr gemacht, z.B. beim Besuch auf einem Markt im Rahmen des Qualifizierungsprojektes "EFA - Einstieg für Frauen in Arbeit".
Am nächsten Tag war ich mit ihr bei einem Symposium und dann wir besuchten das Klinikum Saarbrücken - ich hatte die Gelegenheit Frau Ulla Schmidt, die Bundesministerin für Gesundheit, kennen zu lernen und ein Foto mit ihr zu machen.
Sehr interessant und spannend fand ich Wahlkampfstände (Schafbrücke, Bischmisheim, Malstatt, Alt Saarbrücken und im Zentrum der Stadt). Wir haben Broschüren, Flyer und Rosen verteilt und mit den Leuten gesprochen und das war für mich was neues mitzuerleben und hat mir auch Spaß gemacht.
Außerdem habe ich den Ehrenbürger von der Hauptstadt Georgiens Herrn Laux kennengelernt, der meine Heimat sehr gut kennt und wir haben ein interessantes Gespräch gehabt.
Auf dem Dorffest Herrensohr, wo auch andere SPD Politiker dabei waren, Herr Heiko Maas, Frau Charlotte Britz, die Oberbürgermeisterin Saarbrückens, aber auch viele BürgerInnen und Kinder, gab es gute Musik, viel Essen und Bier und ich wurde von Elke Ferner zum hausgemachten Käsekuchen eingeladen, der sehr gut geschmeckt hat. Danach gingen wir zur Eröffnung des Karlsbrunner Wildsaufest und am Ende des Tages zum Burbacher Markt, wo eine sehr gute Band Musik spielte, und es viele interessante Leute gab - am Ende habe ich von meiner Chefin typisch saarländisches Essen „Schwenker“ bekommen. Lecker!
Am 07. Juni bin ich mit der Wahlkreismitarbeiterin Sandra Blodau ins Saarbrücker Schloss gegangen, wo wir die Ergebnisse von den Wahlen erfahren haben.
Meine Eindrücke von Saarbrücken: ich würde sagen, es ist sehr schön, grün, schöne Fußgängerzone, lockere Leute, schöne Cafes, die ich jeden Abend mit meinen Freunden besucht habe. Den saarländischen Dialekt fand ich auch interessant, wovon ich ungefähr 80% verstehen konnte. Zum Schluss kann ich sagen, dass meine Erfahrungen in Saarbrücken einfach super und toll waren, ich habe vieles neues mitbekommen und erlebt. Ich komme sehr gerne wieder!