Elke Ferner - PPP-Stipendiat 2009-2010

Dursun Can Özdemir

 

Für Dursun Can Özdeir aus Völklingen geht an diesem Freitag der lang gehegte Traum endlich in Erfüllung. Der 17-jährige Can wird für den Wahlkreis 296 an dem Parlamentarischen Patenschaftsprogramm teilnehmen und von August bis Ende Juli 2010 in den USA leben und zur Schule gehen.


„Natürlich wusste ich die ganze Zeit schon, dass es bald losgehen würde. Aber so richtig realisiert habe ich es erst gestern Morgen beim Kofferpacken.“ Selbstverständlich ist Can aber voller Vorfreude auf seine bevorstehende Reise:
„Ich bin überglücklich, dass Elke Ferner bei dem Austauschprogramm USA die Patenschaft für mich übernommen hat. Natürlich bin ich aufgeregt, aber ich freue mich auch, das Land und die Menschen dort kennen zu lernen und den Wandel zu beobachten, der sich im Moment dort abspielt. Am meisten freue ich mich natürlich auf New York City und Washington D.C.  Aber ich möchte auch über die Grenze nach Toronto und mir die Niagara- Fälle ansehen.“
Untergebracht ist Can bei seiner Gastfamilie, den Bailey`s aus dem Staat New York. Seine beiden Gastbrüder Troy und Jack sind etwas jünger als er.
Die High School, die Can besuchen wird, zählt zu den 10 besten Schulen im Bundesstaat und bietet im Winter auch einen Ski-Kurs an, worauf sich Can ganz besonders freut.


Elke Ferner wünscht ihrem „Patenkind“ viel Glück und alles Gute: „Ich bin mir sicher, dass es Can in den USA bei seiner Gastfamilie sehr gut gehen wird. Can ist sehr aufgeschlossen gegenüber Neuem, vielfältig interessiert und so tough, dass es ihm keine Mühe bereiten wird, sich in seinem neuen amerikanischen Umfeld schnell einzuleben. Ich habe bisher ausschließlich positive Erfahrungen mit dem Parlamentarischen Austauschprogramm gemacht und bin davon überzeugt, dass auch Can von dem Programm profitieren wird.“
Can wird seiner Patin regelmäßig via E-Mail Bericht erstatten und seine Erlebnisse und Eindrücke schildern. Für alle Interessierten werden seine E-Mails hier veröffentlicht.

 

Pressemitteilung

Pressemitteilung vom 14.07.2010

Neues von Dursun Can Özdemir

E-Mail vom 28.06.2010

E-Mail vom 22.06.2010

E-Mail vom 15.06.2010

E-Mail vom 12.06.2010

E-Mail vom 16.05.2010

E-Mail vom 12.04.2010

E-Mail vom 26.03.2010

E-Mail vom 29.01.2010

E-Mail vom 22.01.2010

E-Mail vom 28.10.2009

E-Mail vom 19.08.2009

E-Mail vom 28.06.2010

Hi !

Viele Erlebnisse, viele neue Menschen, eine neue Sprache kurzum eine neue Kultur kennen zu lernen ist und war nicht immer einfach. In den vergangenen Monaten habe ich viel erlebt und viel gesehen. Viele Dinge haben mir sehr gut gefallen, andere aber auch nicht. Ziel eines Austauschschülers  ist es, sich an eine neue Kultur und seine neue Umgebung anzupassen um so möglichst viel von eben dieser neuen Kultur zu erfahren und zu lernen.

 

Genau dies ist aber nicht immer ganz einfach oder manchmal sogar gar unmöglich. So gibt es viele Dinge, wie zum Beispiel das Essen oder die Sprache, mit der ich sehr gut umgehen kann und an die ich mich auch recht schnell gewöhnt habe. Der Umgang und die Gewöhnung an andere Dinge, wie zum Beispiel der extreme Patriotismus und Nationalismus und der Gedanke das mächtigste und wichtigste Land zu sein, fällt mir immer noch, selbst gegen Ende, sehr schwer und es gibt so manche Situationen, an der ich nicht weiß, wie ich reagieren soll. Dies gehört zum Austauschalltag dazu, sagen die einen, andere sagen, „es ist halt einfach so in den USA"

 

Trotz allem war es ein gelungenes und ein unvergessliches Jahr. Vielen Dank an den Amerikanischen Congress und an den Deutschen Bundestag für diese Einmalige Chance. Ganz besonders möchte ich mich bei Elke Ferner bedanken, die mir ermöglicht hat, diese Reise anzutreten und auch zu bewältigen. Vielen Dank.

E-Mail vom 22.06.2010

Hallo ihr Lieben,

kaum zu glauben, aber wahr: Meine Zeit in der USA neigt sich so ganz langsam dem Ende zu. Ich weiß nicht recht, ob ich mich darüber freuen oder weinen soll. Einerseits freue ich mich riesig auf Deutschland, Familie, Freunde, was mir jetzt bevorsteht, aber andererseits werde ich auch so manches Amerikanisches vermissen: meine Gastfamilie, das Essen, die viele Freizeit, Freunde, ...

 

Mir bleiben  nun weniger als 2 Wochen. Da muss man sich schon einmal Gedanken machen, was man noch so alles erleben möchte.Ich denke ich werde am Dienstag am Rafting Trip der Organisation teilnehmen und anschließend ins Turkish Festival gehen. Ich bin schon sehr gespannt die eigentlich gleiche Kultur in einem Turkish Festival in einem anderen Land zu sehen und zu vergleichen.

Die Fußball Weltmeisterschaft ist eigentlich langweilig in den USA, da sich fast niemand dafür interessiert. Aber nichts desto trotz fiebere ich auch von hier für die deutsche Nationalmannschaft mit.

 

Bevor ich nun abreise stehen viele Abschlusspartys und ein Abendessen mit meiner ehemaligen Gastfamilie bevor.

Bis zur nächsten Mail , Bye

Can

E-Mail vom 15.06.2010

Hello ,

 die Wirtschaftskrise in Griechenland, der Euro im Sinkflug und Inflation in den USA… nicht gerade goldene Voraussetzungen für einen Austauschschüler in den USA. Zu Beginn meiner Zeit war der Euro hier in den USA noch ganze 1.50  Dollar wert, so ist er auf Grund der Krisen auf bis zu  1.19 Dollar gesunken! So bekomme ich mittlerweile für 300 Euro anstatt 450 $, nur noch 357 $! Jedoch scheint das Leben hier immer noch günstiger zu sein , da die Mehrwertsteuer deutlich weniger ist als in Deutschland, aber die Veränderung ist dennoch ganz klar spürbar. Dies hat auch mit der Inflation zu tun. So sind nämlich auch die Preise hier in den vergangenen Monaten  angestiegen.

 

Trotz allem hatte ich jedoch  eine  vollgepackte Woche.  Es begann mit dem  Memorial Day, ein amerikanischer Feiertag zu Ehren der Veteranen und Soldaten, aber auch der  im Krieg gefallen Bürger. Anschließend hatte ich am Abend ein kleines Bonfire ( Lagerfeuer) mit Freunden. Am Lagerfeuersprachen wir über den Prom.

Am nächsten Tag packte ich meine Tasche für einen Tages Trip nach Canada. Mein Betreuer von der Organisation zeigte mir die atemberaubenden Niagara Falls und Toronto. So langsam neigt sich alles dem Ende zu. Wir bekamen unsere Yearbooks und die schule hat  jeden Schulabgänger zum Vergnügungspark eingeladen, sodass ich meinen letzten Schultag mit Freunden verbringen konnte.

Ansonsten ist alles beim alten, außer dass ich nun öfters ein Fahrrad benutze.

 Liebe Grüße.

Can

E-Mail vom 12.06.2010

Hey,
Wie geht es euch ?
Mir geht es eigentlich ganz gut.
Momentan bin ich mit der Vorbereitung fuer meinen Abschlussball an der Highschool (=prom) beschaeftigt. Prom date, Blumen, Tickets , Limousine; die Liste schien endlos lang zu sein. Meine Leichtathletik Saison ist leider auch schon zu Ende. Da ich nach der der Schule seitdem Leichtathletik zu Ende ist viel Zeit habe, helfe ich meiner Mathe Lehrerin regelmaessig indem ich einigen Kindern Mathe erklaere oder ihre Arbeiten korrigiere .


Das Wetter ist hier ziemlich gut letzte Woche hatten wir 30 Grad, sodass
3 freunde und ich an den See fuhren zum Segeln. Am Freitag, ein Tag vor der Abschlussfeier gab es ein Benefiz Konzert für Peter Canon. Er war ein Schüler an meiner high school, der im Winter bei einem Autounfall gestorben ist. Die Atmosphäre im Konzertsaal war richtig schön und besonnen. Ansonsten vergehen meine Tage ziemlich schnell, sodass ich eigentlich fast jeden Tag etwas nach meinen Hausaufgaben unternehme. Sei es mit Freunden oder mit der Familie. Wie zum Beispiel Kino, Eis essen gehen, Mountainbiking in einem Parcourpark oder einfaches Radfahren.


Meine Zeit ist einerseits lang jedoch viel zu kurz zugleich, sodass meine nächste Woche schon ausgebucht ist. Am Mittwoch werde ich zum ersten mal nach Canada fahren und Toronto besichtigen.
Ich kann es kaum erwraten.

Liebe Grüsse
Can Oezdemir

E-Mail vom 16.05.2010

Hallo,    

Die Woche nach Ostern hatte ich ein Massachusetts Trip , Salem ,Lowel und Boston waren auch auf der Liste.

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Track (Leichtathletik) nimmt die meiste Zeit von mir in Anspruch,  Sprint und Longjump sind meine Spezialgebiete.
Die Vorbereitung fuer meine Mathe-Abschlusspruefung auf Collegeniveau erfordert auch viel Arbeit .

AUsserdem ging ich letzten Sonntag schon zu einem AFS (PPP) Orientierungskurs, welcher mich schon  auf meine Heimreise vorbereitet.
Anschliessend half ich meiner Gatsfamilie in der Kirche, um obdachlsoen Menschen zu helfen. Mein Aufgabengebiet  war es, das Essen zu servieren und aufzuraeumen.

Ein besonderes Erlebnis in diesen Wochen war auch der Samstag, als der Strom ausfiel.Das hatte ich zuvor noch nicht erlebt.
Mit meiner Gastfamilie laueft es sehr gut , wir haben sehr schoene Gespraeche.
Jedoch bin ich jetzt schon traurig, dass mein Austauschjahr fast schon vorbei ist.
Daher genoss ich besonders den Muttertag um die letzten Wochen und Tage mit meiner Gastfamilie zu verbringen und zu genießen:

Liebe Gruesse
Can Oezdemir

E-Mail vom 12.04.2010

Hallo ihr Lieben!
Wie geht es euch ? Wie ist die Lage im Saarland?
Mein letzter Bericht hatte ein trauriges Ende, deshalb fange ich diesmal mit erfreulicheren Nachrichten an.Ich hatte einen Trip mit der AFS Organisation.Wohin? Es war ein Trip in die Hauptstadt der United States. Washington DC. Die einzige Stadt, die den Namen  eines Praesidenten traegt. Es war ein drei –Tages Trip. Die Stadt ist voll mit Sehenswuerdigkeiten, sodass ich mir nur einen Bruchteil anschauen konnte: Lincoln monument, das weisse Haus und einige Museen, unter anderem das Holocaust Museum. Anschliessend besuchten wir mit der Gruppe die Hershey’s chocolate factory. Es war ein grosartiges Erlebnis, nicht nur wegen all den sehenwuerdigkeiten sondern jede einzelne Busfahrt war einfach nur `fun` wegen all den unterschiedlichen Menschen und Kulturen.


Meine letzten zwei Wochen waren etwas stressiger, da ich jeden tag zur Schule ging, anschliessend `Track` hatte und danach Musical Training. Ich habe festgestellt, dass das Basketball Training viel einfacher ist als Leichtathletik. Letzte Woche ging auch mein Musical zu Ende. Mir hat es die ganze Zeit so viel Spaß gemacht zu singen uns zu schauspielern. Am Wochenende ging ich mit einigen kids von dem musical zu einem Benefiz-Konzert in die Kirche.


Fuer mein erstes amerikanische Ostern habe ich Eier angemalt und bin anschliessend auf die Suche nach meinen  Ostergeschenken gegangen. Ich war ueberglueklich als ich 3 Packungen `beefjerky` fand , einige Ostereier, einen kleinen Schoko- Basketball und-  Football. Und einige andere kleine Geschenke .

Viele Grüße
Can

E-Mail vom 26.03.2010

Hello,

Letztens war ein ``Senior``  Tag, sodass alles Seniors ( 12. klasse ) nach Bristol fuhren, mum dort zu fruestuecken. Anschliessend gingen wir Ski Fahren  oder Snowboarden. Ich beschloss Ski zu fahren, als ich jedoch  auf dem Lift war, bekam ich eine wichtige sms ueber den zuvorstehenden Trip nach Washington DC. Also musste ich mein Handy rausholen. Nachdem ich dies tat und die Nachricht gelesen habe, fiel mein Handy dann vom Lift.So war ich nun auf dem Lift, ohne ein Handy und ohne einen Washington DC Trip , welcher aufgrund von schlechtem Wetter abgesagt worden ist. Nach dem aufregenden Tag fuhr ich zurueck in die Schule wegen eines Basketballspiels, welches wir knapp verloren .


2 Tage spaeter war es endlich so weit. Der tag des “ Superbowl “.
Ich schaute mit der Familie das Superbowlevent. Eigentlich ist die Halbzeit und die Werbung das groessere Ereigniss als das Game selbst. Die restlichen Tage vergingen wirklich schnell, da ich mit Basketball und der Musicalvorbereitung beschäftigt war.
So wurde es schon wieder Freitag und  mein ``Senior`` Abend stand bevor, dabei handelte es sich um ein grosses Basketball Event, wobei der Focus auf der Abschlussklasse gerichtet war. In der darauf folgenden Woche standen mir  viele Pruefungen bevor. Es war wirklich nervig .Anschliessend hatte ich mir Zeit genommen  meinen Koffer fuer meinen Trip nach Florida zu packen.

In Florida fuhren meine Gastfamilie und ich zwei Tage ans Meer und in die Everglades.In den Everglades, einem grossen Wildpark ,sah ich zum ersten mal Alligatoren, 3-4 Delphine und viele andere Tiere. Die anderen Tage verbrachten wir mit Golfen , Tennis oder Boccia. Manchmal fuhr ich mit dem Golfcar herum. Jedoch wurde die wirklich angenehme Woche von einer traurigen Nachricht ueberschattet. Ein wirklich grossartiger Junge aus der Schule starb waehrend den Ferien bei einem Autounfall. So verbrachte ich die darauf folgende Woche mit Freunden um sie moralisch zu unterstuetzen.Liebe Gruesse aus den Honeoye Falls.Can

E-Mail vom 29.01.2010

Hallo,

Was gibt es Neues aus Deutschland ?
In diesem Bericht moechte ich mit meinem Geburtstag anfangen. Er war am 21.01. Der Tag begann ganz gewoehnlich wie jeder Schultag. Nach der Schule hatte ich Training. Jedoch hatte ich ein grosses drama play an diesem Tag. Meine Rolle ? Ich spielte einen Austauschschüler aus Deutschland mit Lederhosen und einem extremen Akzent.
Es war eine atemberaubende Erfahrung in englischer Sprache zu schauspielern.
Ueberrascht hat mich , dass einige Freunde mir Blumen zugeworfen haben . Nach dem drama play gingen wir alle in ein Restaurant `denny`.


An dem darauf folgenden tag verbrachte ich die meiste Zeit im Klassenzimmer, um mich auf die Prüfungen in Mahtematik naechste woche vorzubereiten.
Am Samstag fuhr ich mit meiner Gastfamilie nach Syracuse , wo eines der besten college basketball teams spielten. Ich hatte ein Glueck. Ich konnte nah ans Basketball Feld gehen und Fotos machen .Ausserdem traf ich einen ehemailgen syracuse college und NBA Spieler.
Waehrend der Examen woche hatte ich  Dienstag frei, sodass ich zum ersten mal Ski fahren gehen konnte Ich hatte so viel Spaß. Ich hatte mit so manchen Huegeln Schwierigkeiten,  aber ich verließ jeden Huegel erst, wenn ich es schaffte geschmeidig anzukommen ohne zu fallen .


Dieser Tag war eine nette Abwechslung zum Pruefungs Alltag in dieser Woche, sodass ich mal abschalten konnte und die Prüfungen anschließend auch gut verlaufen sind.
Nun warte ich gespannt daruf wie wohl mein Trip nach washington dc sein wird in zwei Wochen.

Liebe gruesse aus dem immernoch kalten New York .

E-Mail vom 22.01.2010

Hey ihr Lieben!

Viel Zeit ist vergangen und Vieles ist geschehen. Eigentlich plante ich meine E-mail vor neun Wochen zu schicken. Daher beginne ich mit den Ereignissen vor einigen Wochen.Die Football Saison ging leider vorbei, es war ein trauriger Moment und es sind nicht wenig Traenen geflossen zwischen den harten Jungs und dem Trainer.Nach dieser sportlichen und neuen Erfahrung begann die Basketball Saison fuer mich, ich habe die tryouts ueberstanden, jedoch wird es ein hartes Stueck Arbeit in der kommenden Saison.


Ungefaehr nach den tryouts hatten wir hier in der USA Halloween, es war eine besonders gute und lustige Erfahrung. Die Menschen hier waren besonders im Halloween Rausch und gaben viele Suessigkeiten .Einige Tage spaeter unternahmen 3 freunde und ich einen Trip mit einem gruenen VW Bus aus den 60-ern. Es war besonders lustig, da der Motor seine letzten Runden drehte und wir auf der Strecke blieben. So verbrachten wir 2-3 stunden irgendwo im Nichts bis der Dad meines Freundes uns abholte.


Nach diesem tollen Trip kam letzendlich der Putztag im Hause Bailey.
Es wurde gestaubsaugt, gekehrt und Fenster geputzt. Seltsamerweise war ich fertig mit den mir zugeteilten Aufgaben  bevor mein Training losging. Nach dem Training verbrachte ich mit einigen AFS –Leuten den veteranen day in einem guten Jazz Konzert.


Eine Woche vor Thanksgiving hatten wir Unklarheiten mit der Familie, doch wir gaben uns eine letzte Chance. So verbrachte ich diesen amerikanischen Feiertag in New Jersey.
Den Tag vor New Jersey verbrachte ich in New York City mit meiner Gast-Tante und meinem Gast-Bruder.  Den letzten Tag verbrachte ich mit meinem Host-dad in einem professionellen Hockey Spiel.Anschließend  säuberten wir gemeinsam das Grab  der verstorbenen Mutter meines Gastvaters von Laub und Unkraut. Nach der Rückfahrt wurde mir bewusst, dass ich die Organisation anschreiben muss bezüglich eines Familienwechsels. Jedoch war ich mir nicht so sicher , da mein Gastvater und der kleine Jack mir ans Herz gewachsen sind.
Letzendlich trennte ich mich doch von der Familie, da ich mich nicht wohl fühlte.


Natuerlich war ich traurig im ersten Moment, jedoch verbrachte ich zwei wundervolle Wochen mit einer humorvollen familie von AFS. Nach dieser entspannten Zeit wechselte ich zu einer neuen Familie. Bevor ich zu dieser besagten Familie wechselte, hoerte ich eigentlich nur ein possitives feedback von der Schule, von Freunden und AFS- Administratoren was diese Gastfamilie betraf. Und dem war auch so, zwischenmenschlich hat es zwischen der Familie und mir auf Anhieb gepasst.


So vergingen in dieser Familie einige Wochen bis letztendlich Santa Claus kam .Das Weihnachtsfest war eigentlich genauso wie in Deutschland. Die einzige Ausnahme war, dass  Bescherung am 25. Dezember war und nicht an Heiligabend so wie es bei uns der Fall ist. Einige Tage spaeter war schon Silvester. Meine Freunde und ich beschlossen Silvester in der stadt zu verbringen. so haben wir beim Chinesen gegessen und anschließend gingen wir zum ``Hot Spot Cafe`` und sind mitten in der Stadt Schlittschuh gelaufen. Etwas seltsam war es um 12 Uhr, da ich keine Feuerwerkskoerper hoerte. Der Grund war der, dass  im Staat New York  Feuerwerkskörper illegal sind.


Zusammenfassend laesst sich sagen , dass ich einiges in meinem Abendteuer USA lernte , nicht nur was die Lebensweise betrifft, sondern auch die verschiedenen Persönlichkeiten.
Liebe Gruesse aus dem kalten new york zu dem besten Bundesland der Welt :_)

E-Mail vom 28.10.2009

Hi,

Wie gehts ?

Also mir gehts drueben sehr gut. Ich weiss gar nicht seid wie vielen Wochen ich in America bin , da die Zeit zu schnell vergeht.
Meine Ankunft war recht nett, ich wurde herzlich von der Familie empfangen.

Die naechsten Tage verbrachte ich mit der Entscheidung, ob ich football (American football)  oder soccer (Fussball) spielen soll .
Letzendlich habe ich mich fuer Football entschieden.Dort fand ich schnell Freunde und wurde mit seltsamen Fragen ueber Deutschland konforntiert.
Jedoch nach 2 wochen verloren die Football spieler ihr interesse an deutschland.

Die ersten Wochen waren ziemlich cool, da wir mit dem Team zusammen viel unternohmen haben: sei es etwas essen , pasta parties oder der Besuch in einem riesigen Einkaufszentrum.

 Seit  die Schule angefangen hat legte sich dies etwas , da viele nicht mehr die zeit dazu haben. Falls moeglich unternehmen einige etwas am wochenende oder auch nicht.

Die Schule ist vollkommen anders als in Deutschland: falls du gut bist kannst du in dem bestimmten Fach ein hoeheres Schulniveu waehlen.
Und es gib die Moeglichkeit "fun-faecher" zu waehlen, wie zum Beispiel in meinem Fall Drama, Sportiv Marketing oder Principil Ingeniering.
Diese Faecher ermoeglichen mir eine Balance zu AP Calcalus, was dem college niveu mathe entspricht.Die Schule ist eine ziemlich nette und neue erfahrung ,besonders mag ich die Konkurenz zwischen den Schulen, sei es im Sport oder bei Mathewettbewerben.
Ausserdem legen die Menschen hier einen grossen Wert auf Schulsport, wie zum beispiel High school Football.

Meine Gast-Mutter legt eigentlich nur einen sehr grossen Wert auf  die Schulnoten meines Gastbruders und meine Schullischen Noten.  Dies bedeutet fuer mich hier im Lande , dass ich wie zuvor einiges fuer die schule tun muss :_)
= Schule ist uberall waehrend dem Unterricht gleich. Ob angenehm oder nicht sei mal dahingestellt.

Meine Gasteltern sind recht cool, jedoch vollkommen unterschiedlich.
Mein Gastvater ist der Lockere, der vieles erlauben wuerde jedoch meine Gastmutter ist manchmal zu vorsichtig.
Meine Gastbrueder sind so wie ich sie erwartet habe: Der aeltere ist hilfbereit, der juengere ist ein Besserwisser und sehr aktiv :_)
Die unterschieldichen Charaktere ermoeglichen einige lustige und nette Abende.
Besonders lustig wurde es als Verwandte zu Besuch kamen.
Einer war ein typisch klischerhafter Amerikaner : gross , kraeftig und 100 prozent republikanisch aber unheimlich lustig und nett.
Wir verbrachten nicht nur lustige stunden draussen vor dem feuer sondern auch , mindestens eine stunde mit einer Diskussion ueber  Europa, Amerika und Barrack Obama .
 Nach einigen anderen Diskussionen mit anderen Amerikanern verwundert es mich, dass  die Europaer in einem groesseren Barack Obama Fieber sind als die meisten Amerikaner hier in der Umgebung.

Mehr faellt mir eigentlich nicht mehr ein zu berichten , vielleicht noch das ich letztes wochenende eine Pokernight veranstaltet habe und dabei fast gewonnen habe, jedoch nur fast :_(

Liebe Gruesse Can Oezdemir.

E-Mail vom 19.08.2009

Hallo ihr Lieben,

 
Viel Zeit ist vergangen. Doch die Lust und Freude auf das mir bevorstehende Erlebnis ist kein Fünkchen geringer geworden.

Wenn ich alles Revue passieren lasse, muss ich schon sagen, dass die Zeit sehr schnell vorbei gegangen ist.

Nach der Zusage für das PPP war ich sofort Feuer und Flamme, aber auch fassungslos:

Ein Junge aus dem kleinen Völklingen bekommt die Möglichkeit, ein großes Land zu besuchen, dem ein Wechsel bevorsteht. Ich werde ein Zeitzeuge des Wandels, ein Zeuge der Traditionen und Sitten der amerikanischen Kultur, aber auch ein Zeuge der amerikanischen Kultur! Ich werde für ein Jahr ein kleiner Teil eines großen Landes sein.

 

Schon kurz nach der Zusage begann ich, den Papierkram zu erledigen.

Langsam bekam ich auch Zweifel, ob ich wirklich eine amerikanische Familie finden würde, die zu mir passt? Meine Zweifel lösten sich jedoch schnell, da mir wirklich rund um die Uhr Personen aus der Organisation zur Verfügung standen, die mir Tipps geben konnten und mich auch aus dem Labyrinth der Bürokratie lotsten.

 

Kurz danach bekam ich eine Einladung für eine Vorbereitungswoche in Weimar. Themen waren Identität, Kultur, deutsche Geschichte und amerikanische Geschichte. Also ehrlich, es wirkte nicht sehr verlockend.

 

Aber trotzdem: wenn ich „Weimar“ höre, fange ich an zu träumen. Die Zeit war eine wirklich tolle Erfahrung, die ich jedem Menschen wünschen würde. Zu einem ist die Stadt durch ihre Geschichte von großer Bedeutung, aber auch durch die damaligen Dichter und Denker. Zum anderen war die Vorbereitungswoche wirklich sehr gut strukturiert. Wir lernten wirklich eine Menge. Aber was mir wirklich am besten gefiel, waren die Menschen aus unterschiedlichen Orten mit unterschiedlicher Vergangenheit, aber mit einem gemeinsamen Traum: Ein Jahr USA. Die lustigen Abende und Ausflüge werde ich wohl ewig in Erinnerung behalten. Natürlich ging die Zeit viel zu schnell vorbei.

 

Nach meiner Rückkehr zuhause begann die lange Zeit des Wartens auf die Gastfamilie; ich hatte immer noch nichts erfahren von meiner Familie aus den USA. Ich hatte mein Visum, meinen Koffer, die Schule ging langsam zu Ende, aber noch immer keine Gastfamilie, bloß einen Ort.

 

 

Von meinen neuen Freunden aus Weimar erfuhr ich, dass diese schon eine Familie gefunden hatten. Dadurch fiel mir das Warten nicht gerade leichter. Sollte ich wirklich eine Familie finden? Und wenn ja, würden wir auch zueinander passen?

 

Nachdem einign unendlich lange Wochen vergangen waren, bekam ich endlich die erlösende Mail, in der einiges über die Familie stand, die mir zugeordnet wurde. Ich werde im Staat New York landen und in einem Ort, namens Honoeyo Falls leben. Honoeyo Falls ist ein kleines Dorf neben Rochester, welches in der Nähe des Ontario Sees liegt.

 

Sie passt perfekt zu mir, alle meine Interessen und Hobbys sind die Familie abgestimmt worden. Ich habe wirklich viel Glück! Es ist eine vierköpfige Familie mit zwei Söhnen (4 und 15 Jahre) Wir schreiben uns regelmäßig und ich kann es kaum erwarten, ihnen endlich gegenüberzustehen.

 

Viele liebe Grüße

Can

 

Bye!!

Hope I´ll see you soon!

 

 


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